Blick auf die Ortsgemeinde Westhofen

Ortsgemeinde Hochborn

Mit ungefähr 290 Metern Höhe über dem Meeresspiegel ist Hochborn eines der höchstgelegen Dörfer Rheinhessens. Es liegt auf der fruchtbaren Hochebene am Kloppberg. Im Jahre 1971 wurde der frühere Ortsname „Blödesheim", der oft Anlass zu Ärgernis und Hänseleien gab, mit Zustimmung von 96% der Einwohner in „Hochborn" umgewandelt.

Weitere Informationen

Einwohnerzahl zum 30.06.2017: 454
Im Internet finden Sie die Gemeinde unter www.hochborn.de.

Trotz der Höhen- und Hanglage ist der Ort sehr wasserreich. Fast jedes ältere Haus hat seinen eigenen Brunnen. Aufgrund der Höhenlage (Hoch) und der vielen Brunnen (Born ist der alte Name für Brunnen) entstand 1971 der Ortsname „Hochborn".

Auf eine frühe Besiedlung Hochborns weist ein in unserer Gemarkung gefundener 33,5 cm hoher Gegenstand aus Bronze hin. Er wird dem Zeitraum der Urnenfelderkultur, 1200 - 800 v. Chr., zugeordnet. Der Fund sieht aus wie ein Hufeisen mit Stiel. In Wirklichkeit ist es eine Klapper, mit der man Geräusche machen kann. Die kleinen Anhänger aus Bronze klappern, wenn sie aufeinander oder gegen den Stiel schlagen. „Sistrum" sagen die Archäologen dazu. Entdeckt wurde die Klapper in einem Grab, das vor etwa 3 000 Jahren angelegt worden war.

Der Name unseres Ortes findet sich in einer Urkunde des Klosters Lorsch am Rhein. Theo und Anthilde von Blatmarsheim schenkten am 23. April 782 dem Kloster 15 Morgen Ackerland und eine Wiese. Am Oktober 788 folgten weitere Schenkungen der beiden von Besitztümern aus der Blatmarisheimer Gemarkung. Hier wurde erstmals unser Dorf unter seinem ursprünglichen Namen Blatmarisheim erwähnt. Nahe liegend ist die Vermutung, dass der Ortsname von einem Franken Blatmar stammen könnte, der sich Hochborn als seinen Wohnsitz auserkoren hatte.

Der Siedlungsort des Franken Blatmar war zu der damaligen Zeit eine Wald- und Sumpflandschaft. Noch heute zeugen einige alte Gewannnamen davon. Der Ort bestand zu der Zeit im Wesentlichen aus drei Gutshöfen, in deren Umgebung die Häuser oder Hütten der Hörigen gebaut waren. Aus Urkunden lässt sich die Veränderung der Ortsnamen gut nachvollziehen, deren Schreibweise wahrscheinlich von der Umgangssprache beeinflusst worden ist.

Hochborn gehörte etwa 400 Jahre lang zur Pfalz. Das ist in einer Urkunde vom 26. Juli 1401 nachzulesen. König Ruprecht übertrug dem Hans von Roßheim das Dorf Bledesheim mit der Gerichtsbarkeit und allem Zubehör. In der napoleonischen Zeit verlor Hochborn seine Selbständigkeit. Unser Dorf wurde der Mairie (Bürgermeisterei) Monzernheim als Filialort zugeteilt. Die Gemeinde war durch einen Beigeordneten (Adjunkt) vertreten. Einen Bürgermeister erhielt Hochborn erst wieder im Jahre 1832.

Literaturhinweise:
Festschrift 1200 Jahre Hochborn von 1982, Archivunterlagen der Gemeinde Hochborn, Landeshauptarchiv Speyer

 

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